Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (AVV)
Fassung 2026-10-20 · gemäß Art. 28 Abs. 3 DSGVO · Auftragsverarbeiter: Struxify — Inh. Dávid-Dennis Warning, Bürgermeister-Steenbock-Straße 21 a, 24558 Henstedt-Ulzburg, Deutschland · Kontakt: hello@struxify.io
1. Gegenstand, Art und Zweck der Verarbeitung
Der Auftragsverarbeiter berechnet für den Verantwortlichen Abverkaufsgeschwindigkeit, Meldebestände und Bestellvorschläge: Er liest über die Shopify-Schnittstelle die Produktvarianten (Bestand, Preise) und die Positionen der Bestellungen der letzten 90 Tage (Artikel, Menge, Datum), speichert daraus Summen je Artikel und erzeugt auf Veranlassung des Verantwortlichen Bestellungen an dessen Lieferanten. Die Verarbeitung dient ausschließlich diesem Zweck.
2. Art der Daten und Kategorien betroffener Personen
- Kunden des Verantwortlichen: Aus den Bestellungen werden nur Positionen (Artikel, Menge, Bestelldatum) gelesen; Name, Anschrift, E-Mail und Zahlungsdaten werden weder abgerufen noch gespeichert. Gespeichert werden Summen je Artikel ohne Zuordnung zu einer Person.
- Ansprechpartner bei Lieferanten des Verantwortlichen: geschäftliche Kontaktdaten (Name, E-Mail, Telefon, Anschrift), soweit der Verantwortliche sie in der App hinterlegt – zur Erstellung und zum Versand von Bestellungen.
Besondere Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO) sind nicht Gegenstand der Verarbeitung.
3. Weisungen
Der Auftragsverarbeiter verarbeitet die Daten nur auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen (Art. 28 Abs. 3 lit. a DSGVO). Weisungen sind diese Vereinbarung, die Nutzungsbedingungen sowie die Einstellungen und Lieferantendaten, die der Verantwortliche in der App hinterlegt. Weitere Weisungen erteilt er in Textform an hello@struxify.io. Hält der Auftragsverarbeiter eine Weisung für rechtswidrig, weist er den Verantwortlichen unverzüglich darauf hin (Art. 28 Abs. 3 Satz 3 DSGVO). Eine Verarbeitung außerhalb dieser Weisungen erfolgt nur, wenn das Recht der EU oder eines Mitgliedstaats dazu verpflichtet; der Auftragsverarbeiter teilt dies vorher mit, sofern das Recht es nicht verbietet.
4. Vertraulichkeit
Alle Personen, die beim Auftragsverarbeiter Zugang zu den Daten haben, sind zur Vertraulichkeit verpflichtet oder unterliegen einer gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht (Art. 28 Abs. 3 lit. b DSGVO).
5. Technische und organisatorische Maßnahmen (Art. 32 DSGVO)
- Verschlüsselte Übertragung aller Verbindungen (HTTPS/TLS).
- Hosting von App und Datenbank in einem Rechenzentrum in der EU (Niederlande).
- Zugriff auf Shop-Daten nur über die von Shopify erteilten Berechtigungen (OAuth, Session-Tokens, nur Lesezugriff auf Produkte, Inventar und Bestellungen); Prüfung der Signaturen aller Shopify-Webhooks.
- Strikte Trennung der Daten je Shop (Mandantentrennung über die Shop-Zuordnung in jeder Abfrage).
- Datenminimierung: Aus Bestellungen werden ausschließlich Positionen abgefragt – Kundendaten erreichen die App nicht.
- Zugang zu Server und Datenbank nur für den Auftragsverarbeiter über persönliche Zugangskonten; keine Weitergabe von Zugangsdaten.
- Regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung von Abhängigkeiten und Sicherheitseinstellungen.
Der Auftragsverarbeiter darf die Maßnahmen weiterentwickeln, sofern das Schutzniveau nicht unterschritten wird.
6. Unterauftragsverarbeiter
Der Verantwortliche erteilt die allgemeine Genehmigung (Art. 28 Abs. 2 DSGVO) für folgende Unterauftragsverarbeiter:
- Railway Corporation (USA) – Hosting von App und Datenbank, Rechenzentrum in der EU (Niederlande).
- Resend Inc. (USA) – Versand der Bestellungen an Lieferanten per E-Mail (Empfängeradresse, Bestell-PDF, Begleittext, Antwortadresse des Verantwortlichen), nur wenn der Verantwortliche den Versand auslöst; Versandprotokoll bis zu 30 Tage.
Mit den Unterauftragsverarbeitern bestehen Verträge, die ihnen dieselben Datenschutzpflichten auferlegen (Art. 28 Abs. 4 DSGVO). Übermittlungen in die USA erfolgen auf Grundlage der EU-Standardvertragsklauseln (Art. 46 DSGVO), soweit ein Anbieter unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert ist, zusätzlich darauf (Art. 45 DSGVO). Über beabsichtigte Änderungen informiert der Auftragsverarbeiter mindestens 30 Tage vorher auf dieser Seite und per E-Mail oder Hinweis in der App; der Verantwortliche kann aus wichtigem datenschutzrechtlichem Grund widersprechen und die Nutzung beenden. Shopify ist kein Unterauftragsverarbeiter, sondern die vom Verantwortlichen selbst gewählte Plattform.
7. Unterstützung des Verantwortlichen
- Betroffenenrechte (Art. 12–22 DSGVO): Anfragen von Betroffenen leitet der Auftragsverarbeiter unverzüglich an den Verantwortlichen weiter. Für die Kunden des Verantwortlichen speichert er keine einer Person zugeordneten Daten; bei Ansprechpartnern von Lieferanten unterstützt er den Verantwortlichen durch Auskunft über die gespeicherten Kontaktdaten sowie deren Berichtigung oder Löschung auf Weisung – der Verantwortliche kann sie auch selbst in der App ändern oder löschen.
- Datenpannen (Art. 33, 34 DSGVO): Der Auftragsverarbeiter meldet eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten unverzüglich, möglichst innerhalb von 24 Stunden nach Kenntnis, mit den ihm vorliegenden Informationen.
- Datenschutz-Folgenabschätzung und Konsultation (Art. 35, 36 DSGVO): Der Auftragsverarbeiter stellt die dafür nötigen Informationen zur Verfügung.
8. Löschung und Rückgabe nach Ende der Nutzung
Mit der Deinstallation der App löscht der Auftragsverarbeiter alle Daten des Shops (Einstellungen, Lieferanten, Artikeldaten, Bestellungen); spätestens mit der Löschaufforderung von Shopify ist die Löschung abgeschlossen. Einen Export des gespeicherten Standes kann der Verantwortliche vor der Deinstallation anfordern (Nutzungsbedingungen Ziffer 9); nach der Löschung ist eine Rückgabe nicht mehr möglich (Art. 28 Abs. 3 lit. g DSGVO).
9. Nachweise und Überprüfungen
Der Auftragsverarbeiter stellt dem Verantwortlichen alle Informationen zum Nachweis der Einhaltung dieser Pflichten zur Verfügung und ermöglicht Überprüfungen, in der Regel durch schriftliche Auskunft; Vor-Ort-Prüfungen nach angemessener Vorankündigung (Art. 28 Abs. 3 lit. h DSGVO).
10. Schlussbestimmungen
Für die Haftung gilt Art. 82 DSGVO. Bei Widersprüchen geht diese Vereinbarung den Nutzungsbedingungen in Datenschutzfragen vor. Es gilt deutsches Recht. Änderungen dieser Vereinbarung werden wie die Nutzungsbedingungen in der App erneut bestätigt.